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Obsbaumpflege in Wernsdorf

  • 4k-baumservice
  • 20. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Im Winter des Jahres 2026 hatten wir die Möglichkeit, ein gefördertes Projekt des sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) durchzuführen. Dieses Projekt war nicht nur eine bedeutende Initiative zur Förderung der Biodiversität, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der traditionellen Streuobstwiesen, die in unserer Region eine lange Geschichte haben und eine Vielzahl von ökologischen Vorteilen bieten.

Im Rahmen dieses Projekts wurden auf zwei Wiesen in Wernsdorf insgesamt 43 alte Obstbäume sorgfältig geschnitten. Diese Bäume, die oft Zeugen vergangener Zeiten sind, benötigen eine besondere Pflege, um ihre Vitalität zu erhalten und die Fruchtproduktion zu fördern. Die Ziele der Schnittmaßnahmen waren dabei teils unterschiedlich und wurden an die jeweiligen Zustände der Bäume angepasst, um individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen und die Gesundheit der Bäume zu optimieren.

Einige der Bäume hatten aufgrund der enormen Fruchterträge in den Vorjahren sowie durch einen starken Sturm, der über die Region zog, erhebliche Schäden in den Baumkronen erlitten. In diesen Fällen wurden die geschädigten Kronen abgesetzt, um die Stabilität des Baumes zu gewährleisten. Zudem wurde durch gezielte Maßnahmen die Bildung neuer Sekundärkronen angeregt, was den Neuaustrieb fördert und somit die zukünftige Fruchtproduktion sichert. Die richtige Schnitttechnik ist hier entscheidend, um die Bäume nicht nur zu regenerieren, sondern auch ihre Lebensdauer zu verlängern.

Bei anderen Bäumen lag der Schwerpunkt vor allem auf der Entfernung alter, vergreister Äste, die keine Früchte mehr trugen und sich an anderen Ästen reiben oder diese beschatten konnten. Diese Art der Pflege, bekannt als Fruchtholzratation, ist ein typischer Pflegeschnitt für Altbäume und spielt eine zentrale Rolle in der Obstbaumkultur. Um diese Maßnahme effektiv durchzuführen, legt der Baumwart 12 grundlegende Regeln zugrunde, die er bei der Betrachtung der einzelnen Äste anwendet und die ihm helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Diese Regeln umfassen Aspekte wie die Beurteilung des Wachstums, die Gesundheit des Holzes und die allgemeine Form des Baumes.

Nach Abschluss der Pflegeschnitte wurde das Ästwerk gehäckselt, und das Häckselgut wurde auf Wunsch an die Eigentümer der Flächen überlassen. Dieses Material stellt eine hervorragende Abdeckung für Beete dar, da es die Feuchtigkeit im Boden länger hält und gleichzeitig das Durchwachsen von Unkraut verhindert. Diese nachhaltige Praxis trägt nicht nur zur Pflege der Wiesen bei, sondern fördert auch die Bodenqualität und die Gesundheit des gesamten Ökosystems.

Darüber hinaus wurden auf einer der Wiesen auch fünf neue Obstbäume gepflanzt. Diese Maßnahme zur Revitalisierung der Wiese ist von großer Bedeutung, da sie sicherstellt, dass die Streuobstwiese als Verbund erhalten bleibt und auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Landschaftsökologie spielt. Die neuen Bäume werden nicht nur zur Erhöhung der Biodiversität beitragen, sondern auch zukünftige Generationen von Obst und Lebensraum für verschiedene Tierarten bieten. Diese Kombination aus Pflege und Neupflanzung ist entscheidend für die Erhaltung und Förderung der traditionellen Obstbaumkulturen in unserer Region.



 
 
 

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